MINT-Festival 2026 – Wenn Technik begeistert, bewegt und verbindet

Es surrt, blinkt, fährt und fliegt. Kinder steuern Drohnen durch Parcours, Jugendliche erklären ihre selbst entwickelten Projekte und Besucher:innen staunen über die Ideen, die von Jungforscher:innen präsentiert werden. Das 4. Karlsruher MINT-Festival zeigte, wie lebendig MINT sein kann – und wie viel Potenzial in jungen Menschen steckt.

Etwa 1.000 Gäste nutzten die Gelegenheit, die eindrucksvollen Projekte nicht nur anzuschauen, sondern selbst auszuprobieren, Fragen zu stellen und mit den Entwickler:innen ins Gespräch zu kommen. Das Besondere am MINT-Festival: Hier wird MINT nicht nur präsentiert. Hier wird erklärt, hinterfragt, verbessert und weitergedacht – von denjenigen, die sie selbst entwickelt haben.

MINT erleben statt nur darüber reden

Ob Robotik, Elektronik, 3D-Druck oder Künstliche Intelligenz – an jeder Ecke gab es etwas zu entdecken. Besucher:innen konnten beim Stadtmedienzentrum Drohnen programmieren, eigene Feinstaubsensoren mit den Machern von CycleSense bauen oder erste Erfahrungen mit dem Lötkolben am Stand der INIT GmbH sammeln. Viele Stationen luden zum Mitmachen ein und machten greifbar, wie spannend Naturwissenschaft und Technik sein können.

Besonders großes Interesse weckte die KI-Anwendung von Schüler:innen des Lessing-Gymnasiums, die sie gemeinsam mit ihren Lehrkräften entwickelt hatten. Die lokal betriebene und datenschutzkonforme Lösung zeigte, dass Zukunftstechnologien nicht nur in den Entwicklungsabteilungen großer Konzerne entstehen. Sie entstehen auch dort, wo junge Menschen den Raum bekommen, eigene Ideen auszuprobieren.

Spannung, Teamgeist und jede Menge Technik beim Schul-Robotik-Cup

Ein Publikumsmagnet war erneut der Schul-Robotik-Cup. In drei Disziplinen traten 14 Teams mit ihren selbst entwickelten Robotern gegeneinander an. Hier wurde programmiert, getestet, nachgebessert und mitgefiebert. Wenn ein Roboter sein Ziel erreichte, wurde gejubelt. Wenn etwas nicht funktionierte, wurde nach Lösungen gesucht. Neben technischem Können waren Kreativität, Ausdauer und Teamarbeit gefragt. Eigenschaften, die in der Robotik ebenso wichtig sind wie später im Berufsleben. Möglich gemacht wurde der Wettbewerb durch die Unterstützung von fischertechnik, die als Schirmherr des Schul-Robotik-Cups attraktive Preise für die jungen Talente bereitstellte.

Neun Projekte aus Jugend forscht

Wie nachhaltig MINT-Förderung wirken kann, zeigte die Elisabeth-Selbert-Schule mit gleich neun Projekten aus dem Wettbewerb „Jugend forscht“. Die ausgestellten Arbeiten machten deutlich, was entstehen kann, wenn Neugier über Jahre gefördert wird. Aus ersten Fragen werden Experimente. Aus Experimenten werden Forschungsprojekte.
Für staunende Gesichter sorgte außerdem der „CrêpeBot“ der Hochschule Karlsruhe. Der Roboterarm bereitete Crêpes zu und servierte sie den Besucher:innen – ein ebenso unterhaltsames wie anschauliches Beispiel dafür, wie Forschung, Technik und Alltag zusammenfinden können.

Gemeinsam für die Fachkräfte von morgen

Auch zahlreiche Unternehmen, Hochschulen und Institutionen waren vor Ort und zeigten, welche Möglichkeiten die MINT-Welt bietet. Besucher:innen konnten an den Ständen von INIT, Gold-Sponsor des MINT-Festivals, und Siemens, Silber-Sponsor der Veranstaltung, selbst aktiv werden und Technik aus nächster Nähe erleben.
Ob moderne Handprothesen der Vincent Systems GmbH, autonome kooperierende Robotersysteme des IPEK (KIT) oder das gemeinsam entwickelte Sensorik-Kit der DHBW Karlsruhe und der SICK AG – überall wurde deutlich, wie eng Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft in Karlsruhe zusammenarbeiten. Besonders schön zu sehen war das Zusammenspiel der unterschiedlichsten Akteure. Schulen, Hochschulen, Unternehmen, Vereine und Ehrenamtliche verfolgen ein gemeinsames Ziel: junge Menschen frühzeitig für Technik und Naturwissenschaften zu begeistern und ihnen Perspektiven aufzuzeigen.

Karlsruhe lebt MINT

Eröffnet wurde das Festival von technika-Gründer und IT-Unternehmer Dirk Fox gemeinsam mit Dr. Albert Käuflein sowie Andreas Mörder, Geschäftsführer der INIT GmbH. Das MINT-Festival hat einmal mehr gezeigt, was Karlsruhe als Technologie- und Bildungsstandort auszeichnet: starke Netzwerke, engagierte Menschen und die Überzeugung, dass Nachwuchsförderung am besten funktioniert, wenn viele gemeinsam an einem Strang ziehen. Zwischen Robotern, Sensoren, KI-Anwendungen und Forschungsprojekten wurde vor allem eines deutlich: Junge Menschen wollen Technik nicht nur nutzen. Sie wollen sie verstehen, gestalten und weiterentwickeln.

DANKE!

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Aussteller:innen, Unterstützer:innen, Partnern, Ehrenamtlichen und natürlich den vielen Kindern und Jugendlichen, die das Festival mit ihren Ideen, Projekten und ihrer Begeisterung gestaltet haben.

Unser Dank gilt insbesondere INIT als Gold-Sponsor und Siemens als Silber-Sponsor des MINT-Festivals, fischertechnik als Schirmherr des Schul-Robotik-Cups, SteamWork | GoodSpaces als Location-Sponsor sowie unseren langjährigen Partnern karlsruhe.digital, dem KIT – Karlsruher Institut für Technologie und der Dachmarke KSC TUT GUT.

Ebenso danken wir allen ausstellenden Unternehmen, Schulen, Hochschulen und Initiativen. Sie alle haben dazu beigetragen, Technik sichtbar, verständlich und erlebbar zu machen. Denn die Zukunft beginnt nicht erst im Studium oder im Beruf. Sie beginnt dort, wo Kinder und Jugendliche ausprobieren dürfen. Wo Fragen wichtiger sind als fertige Antworten. Und wo aus Neugier Begeisterung wird.

 

                       

Wir freuen uns auf das nächste MINT-Festival 2027!